Archiv im Böhmischen Dorf - Brüdergemeine in der Kirchgasse

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Die Brüdergemeine

Die alte böhmische Brüderkirche, bereits sechzig Jahre vor Luthers Reformation entstanden, erlosch durch die Rekatholisierungs-Politik der Habsburger.

1727 gründete Nikolaus Graf von Zinzendorf mit mährischen Exilanten die erneuerte Evangelische Brüderkirche - die Herrnhuter. Auch die meisten Rixdorfer Böhmen schlossen sich den Herrnhutern an.

Für den inneren Kern ihres Glaubens, den sich die Böhmen bewahrt hatten und nun frei entfalten konnten, steht der hussitische Kelch. Er ist heute auch im Wappen Neuköllns zu finden und bezeugt die Auffassung, dass jeder Mensch in gleicher Weise vor Gott steht und seine Gaben von ihm empfängt. So soll er im Abendmahl, anders als in der damaligen Obrigkeitskirche, neben dem Brot auch den Wein bekommen. Bis heute geht es in der Brüdergemeine darum, ein Miteinander einzuüben, das die Einzelnen einbindet und trägt. Die Archivalien der Brüdergemeine dokumentieren dieses Engagement auf beeindruckende Weise.

www.herrnhuter-in-berlin.de
Gruppenfoto