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Logo: Archiv im Böhmischen Dorf e.V.

Visite Guidate (tedesco)

Stefan Butt, unser Archivar im Dorf, freut sich, Sie durch unsere bewegte Geschichte führen zu dürfen.

Alle Führungen kosten weiterhin 10,- € pro Person.

Sie dauern etwa 2,5 Stunden und können ab 6 Personen individuell mit uns vereinbart werden.

Zusatzangebote

Auf Wunsch bieten wir auch Schwerpunktthemen, z.B. über die preußische Migrationspolitik oder die böhmische Reformation und ihre theologischen Hintergründe an.

Spezielle Angebote gibt es für Schulklassen.

Anmeldung:
Tel.: 030 - 68 99 97 20
Mobil: 0170 - 65 94 462
Mail: boehmischesdorf@yahoo.com

Flyer zu den Führungen als Pdf zum Download

Führung: Das Böhmische Dorf

Treffpunkt: Friedrich-Wilhelm-Denkmal,

Kirchgasse 5, 12043 Berlin


Wie kam der Kelch in das Wappen Neuköllns?

Zwischen 1419 und 1436 wurden mehrere Kreuzzüge gegen die böhmischen Hussiten geführt. So wurde für diese das Kreuz zu einem negativ besetzten Symbol, an seine Stelle trat der Kelch. Er steht für das Abendmahl in zweierlei Gestalt. Neben dem Brot sollte auch der Wein, welcher bisher den Geistlichen vorbehalten war, mit allen geteilt werden. Hier äußert sich das Gleichheitsgebot der 1457 gegründeten Brüderkirche.

Während der von Habsburg durchgeführten Rekatholisierung verließen viele protestantische Böhmen das Land. 1737 fanden etwa 300 von ihnen in Rixdorf Aufnahme. Direkt neben dem deutschen Dorf entstand so ein eigenes Gemeinwesen.

Die Tour geht über Kopfsteinpflaster-Gassen, vorbei an malerischen Bauerngärten und in verborgene Höfe.


Wappen Neuköllns

Führung: Im Boom der Gründerjahre – wie aus Rixdorf eine Großstadt wurde

Treffpunkt: Rathaus Neukölln


Warum heißt Rixdorf heute Neukölln?

1874 vereinigen sich die Gemeinden Deutsch- und Böhmisch Rixdorf. Die vereinigte Gemeinde erlebt ein rasantes Wachstum. 1899 erhält das mit 90.000 Einwohnern inzwischen größte Dorf Preußens Stadtrechte. Ein Jahr später ist Rixdorf mit 100.000 Einwohnern Großstadt. Das Dorf im Namen passt nicht mehr. Auch ist Rixdorfs Image belastet durch Wirtshäuser, lockere Sitten und „Rixdorfer Musike“. Um als Wohnort für Bessergestellte wieder attraktiv zu werden, dringt man auf eine Umbenennung. 1912 wird Rixdorf zu „Neukölln“. Dieser Name bringt die alte Verbindung mit der Berliner Schwesterstadt Cölln zum Ausdruck.


Hermann Boddin (1844 - 1907) Gemeindevorsteher und Bürgermeister

Führung: Der Böhmische Gottesacker

Treffpunkt: Eingang Kirchhofstraße,

Ecke Wipperstraße, 12043 Berlin


Warum nennen die Böhmen ihren Friedhof einen Gottesacker ?

Nach ihrer Ankunft 1737 begruben die Böhmen ihre Toten neben der alten deutschen Dorfkirche, der heutigen Bethlehemskirche am Richardplatz. Da die Begräbnisstätte schnell zu klein wurde, bekamen die Einwanderer 1751 einen eigenen Friedhof zugewiesen.

Dieser „Gottesacker“ wurde nach den Prinzipien der Herrnhuter Brüdergemeine angelegt. Der Name „Gottesacker“ wurde von den Gläubigen wörtlich genommen: wie Saatkörner liegen die Toten auf dem Gottesacker und harren dort der Zeit „bis zur neuen Seelenblüte“.

Der zweitälteste noch genutzte Friedhof Berlins ist heute eine ruhige Oase mitten im turbulenten Neukölln.


Gottesacker Eingang Kirchhofstraße

UNSERE FÜHRUNGEN

Stefan Butt, unser Archivar im Dorf, freut sich, Sie durch unsere bewegte Geschichte führen zu dürfen.

Alle Führungen kosten weiterhin 10,- € pro Person.

Sie dauern etwa 2,5 Stunden und können ab 6 Personen individuell mit uns vereinbart werden.

Zusatzangebote

Auf Wunsch bieten wir auch Schwerpunktthemen, z.B. über die preußische Migrationspolitik oder die böhmische Reformation und ihre theologischen Hintergründe an.

Spezielle Angebote gibt es für Schulklassen.

Anmeldung:
Tel.: 030 - 68 99 97 20
Mobil: 0170 - 65 94 462
Mail: boehmischesdorf@yahoo.com





Führung: Das Böhmische Dorf

Treffpunkt: Friedrich-Wilhelm-Denkmal,

Kirchgasse 5, 12043 Berlin


Wie kam der Kelch in das Wappen Neuköllns?

Zwischen 1419 und 1436 wurden mehrere Kreuzzüge gegen die böhmischen Hussiten geführt. So wurde für diese das Kreuz zu einem negativ besetzten Symbol, an seine Stelle trat der Kelch. Er steht für das Abendmahl in zweierlei Gestalt. Neben dem Brot sollte auch der Wein, welcher bisher den Geistlichen vorbehalten war, mit allen geteilt werden. Hier äußert sich das Gleichheitsgebot der 1457 gegründeten Brüderkirche.

Während der von Habsburg durchgeführten Rekatholisierung verließen viele protestantische Böhmen das Land. 1737 fanden etwa 300 von ihnen in Rixdorf Aufnahme. Direkt neben dem deutschen Dorf entstand so ein eigenes Gemeinwesen.

Die Tour geht über Kopfsteinpflaster-Gassen, vorbei an malerischen Bauerngärten und in verborgene Höfe.


Führung: Im Boom der Gründerjahre – wie aus Rixdorf eine Großstadt wurde

Treffpunkt: Rathaus Neukölln


Warum heißt Rixdorf heute Neukölln?

1874 vereinigen sich die Gemeinden Deutsch- und Böhmisch Rixdorf. Die vereinigte Gemeinde erlebt ein rasantes Wachstum. 1899 erhält das mit 90.000 Einwohnern inzwischen größte Dorf Preußens Stadtrechte. Ein Jahr später ist Rixdorf mit 100.000 Einwohnern Großstadt. Das Dorf im Namen passt nicht mehr. Auch ist Rixdorfs Image belastet durch Wirtshäuser, lockere Sitten und „Rixdorfer Musike“. Um als Wohnort für Bessergestellte wieder attraktiv zu werden, dringt man auf eine Umbenennung. 1912 wird Rixdorf zu „Neukölln“. Dieser Name bringt die alte Verbindung mit der Berliner Schwesterstadt Cölln zum Ausdruck.


Führung: Der Böhmische Gottesacker

Treffpunkt: Eingang Kirchhofstraße,

Ecke Wipperstraße, 12043 Berlin


Warum nennen die Böhmen ihren Friedhof einen Gottesacker ?

Nach ihrer Ankunft 1737 begruben die Böhmen ihre Toten neben der alten deutschen Dorfkirche, der heutigen Bethlehemskirche am Richardplatz. Da die Begräbnisstätte schnell zu klein wurde, bekamen die Einwanderer 1751 einen eigenen Friedhof zugewiesen.

Dieser „Gottesacker“ wurde nach den Prinzipien der Herrnhuter Brüdergemeine angelegt. Der Name „Gottesacker“ wurde von den Gläubigen wörtlich genommen: wie Saatkörner liegen die Toten auf dem Gottesacker und harren dort der Zeit „bis zur neuen Seelenblüte“.

Der zweitälteste noch genutzte Friedhof Berlins ist heute eine ruhige Oase mitten im turbulenten Neukölln.